21. März 2021

Informationen zur Corona-Impfung

Sehr geehrte Patientinnen,

die Impfskepsis in der Gesellschaft und sogar bei medizinischen Berufsgruppen ist uns in den letzten Wochen oftmals zugetragen worden, insbesondere neuerdings auch verstärkt durch die Sorgen bezüglich der einzeln aufgetretenen Fälle einer Sinusvenenthrombose.

In der letzten Woche hat bereits fast unser gesamtes Praxisteam die Chance zur Impfung mit AstraZeneca genutzt, um sich vorrangig vor einem schweren Covid19-Verlauf zu schützen. Alle Mitarbeiter/-innen können von einer insgesamt sehr guten Verträglichkeit mit relativ geringen Begleiterscheinungen durch die normale Immunreaktion berichten. Es kam lediglich bei wenigen zu Abgeschlagenheit, Muskel- oder Gelenkschmerzen und in Einzelfällen zu leichtem Fieber mit Schüttelforst, und das nicht über 24 Stunden hinaus. Der Großteil hatte kaum Symptome.

Unser Praxisteam möchte sich in Ihrem Sinne auch kurzfristig an der Impfkampagne beteiligen. Sobald uns Impfdosen zur Verfügung gestellt werden, möchten wir auch Sie schnellstmöglich gegen das Coronavirus effektiv schützen!

Um einige Sorgen und Zweifel aufgreifen zu können, hat Herr Dr. Göpfrich bereits am 6.3.2021 einen Leserbrief an die Westfalenpost verfasst, den wir Ihnen hier gern zur Verfügung stellen möchten:

 

„Impfungen verursachen keinen Krebs und schädigen das Erbgut nicht“

Die Corona-Impfung, wie auch alle anderen Impfungen verändern das Erbgut nicht. Was hat es denn nun mit der mRNA auf sich? Unser Erbgut besteht aus DNA. Um Befehle an den Körper weiterzugeben, werden Botenstoffe benutzt, die m(messenger)RNA. RNA ist kein Erbgut. Solche Informationsstrategien benutzen auch Viren, um uns krank zu machen.

Impfungen benutzen Botenstoffe in unterschiedlicher Art, die neuen, mRNA-basierten tun dies ohne die komplizierten Umwege der bisherigen Substanzen. Die mRNA wirkt auf langlebige weiße Blutkörperchen mit einem sehr guten Gedächtnis (T-Lymphozyten), die Abwehrstoffe bilden, hier also Substanzen (Antikörper), die die Corona-Viren abwehren. 

Die Corona-Impfstoffe wurden außerordentlich gründlich und korrekt getestet und alle Testserien wurden sogar mit mehr Personen als üblich, über den normalen Zeitraum durchgeführt. Langwierig sind sonst immer Auswertung und Zulassung. Hier wurde anstatt wie üblich 38,5 Stunden pro Woche mit einer Normalbesetzung mit allen verfügbaren wissenschaftlichen Mitarbeitern rund um die Uhr an 7 Tagen pro Woche ohne Pause gearbeitet. Nur das hat das Verfahren beschleunigt. 

Das Erbgut kann nicht verändert werden, die Fruchtbarkeit wird nicht beeinflusst. Sobald ich an der Reihe bin, lasse ich mich impfen. Meine Frau, meine Kinder, meine Mitarbeiterinnen ebenso alle Patientinnen die das gerne möchten, werde ich impfen, sobald wir Ärzte in der Praxis dies können. Wenn ich die geringsten Bedenken von Langzeitschäden hätte, würde ich nicht so vorgehen.