Wichtige Informationen zu Corona und der Corona-Impfung! Bitte lesen Sie diese vor dem Impftermin dringend durch!

Corona-Informationen

Was ist Corona, wie wird die Erkrankung weitergegeben, welche Symptome treten auf?

Corona ist eine Virusinfektion. Viren benötigen einen „Wirt“ um sich zu vermehren.

Nach der Infektion sind die Betroffenen einige Tage symptomfrei, können aber nach kurzer Zeit schon andere Menschen infizieren (Inkubationszeit in der Regel 3-7 Tage).  Hauptsächlich werden Viren über Tröpfchen der Atemluft weitergegeben (Aerosole). 

Das Corona-Virus mit seinen verschiedenen Unterarten (Mutationen) befällt beim Menschen vor allem die innere Auskleidung von Organen (Endothel). Hauptsächlich kommt es zu einer Infektion der Atemwege (Bronchien), es können aber auch alle anderen Organe betroffen sein.

Weniger als die Hälfte der Patienten haben gar keine Krankheitszeichen. Die meisten haben grippale Symptome mit Husten, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber, Schüttelfrost, Atemnot. Dies kann so schwer werden, dass etwa 5 % der Erkrankten stationär aufgenommen werden müssen und Sauerstoff benötigen. Von diesen muss ein erheblicher Teil beatmet werden – eine dramatische Situation. Die Patienten müssen alle 8 Stunden vom Rücken auf den Bauch gelagert werden, meistens ist eine Dialyse notwendig. Die Mehrzahl überlebt dank der in Deutschland sehr guten Intensivmedizin, viele sterben (die Zahlen kennen Sie aus der Presse).  Viele, auch Nicht-Intensiv-Pflichtige bekommen auch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Welche Erkrankungen stellen eine besondere Gefahr dar?

  • Chronische Atemwegs- und Herz-Erkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Schwere chronische Erkrankungen
  • Diabetes
  • Starkes Übergewicht
  • Lebensalter (Eine 80-jährige Person hat ein um das 600-fache erhöhtes Sterberisiko gegenüber einer 30-jährigen!)
  • Schwangere (haben ein doppelt so hohes Risiko für schwere Verläufe und tragische Erkrankungen, wie Nicht-Schwangere)

Post-Covid-Syndrom

Nach dem eigentlichen Überstehen der Erkrankung leiden ca. 10% !!! unter Dauerfolgen, wie ständiger Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsproblemen und Atemnot, unabhängig vom Lebensalter. Ich persönlich finde es tragisch, wenn eine Person, die für die olympischen Spiele in Japan nominiert war, mir gegenübersitzt und in Ruhe nur mühsam durch die Schutzmaske atmen kann. 

Das Prinzip der Impfung

  • Es werden ausschließlich sog. Totimpfstoffe verwendet.
  • Diese täuschen dem Körper eine Infektion vor, es werden Abwehrstoffe (Antikörper) in weißen Blutkörperchen entwickelt (T-Lymphozyten).
  • Die Antikörper wehren die Infektion ab, indem sie sich gegen den sog. Stachel des Virus (Spike) richten. 
  • Alle Impfstoffe wurden extrem gut untersucht, bevor sie zugelassen wurden.
  • Es gibt Vectorimpfstoffe, die die Information für die Lymphozyten auf einem abgeschwächten Virus transportieren.
  • mRNA-Impfstoffe benötigen kein Virus als Träger.

Wirksamkeit 

  • 2 Wochen nach der Erstimpfung ist man so weit geschützt, dass man an einer Infektion sehr wahrscheinlich nicht sterben muss.
  • Nach 6 (Biontech/Moderna) oder 12 Wochen (Astra-Zeneca) erfolgt die zweite Impfung und nach weiteren 2 Wochen ist man sehr gut geschützt, so dass kein schwerer Verlauf mehr auftreten wird. 
  • Vermutlich muss nach einem Jahr eine Auffrischung erfolgen.
  • Geimpfte können sich infizieren, haben dann aber nur einen sehr leichten oder unmerkbaren Verlauf.
  • Geimpfte können das Virus offenbar ausscheiden, aber nur in so geringer Menge, dass von Ihnen höchstwahrscheinlich keine Gefahr ausgeht.
  • Nach durchgemachter Infektion besteht nur für relativ kurze Zeit Schutz vor einer Neuerkrankung.

Herdenimmunität, Testpflicht

  • Wenn der überwiegende Teil einer Bevölkerung geimpft ist, wird die Krankheit nicht weiter verbreitet und verschwindet. Das wird bei Corona vermutlich nicht der Fall werden, gerade auch auf Grund der hohen internationalen Mobilität. Jeder Ungeimpfte hat ein Risiko, sich zu infizieren!
  • Geimpfte werden negativ Getesteten gleichgestellt werden. Die im Pass dokumentierte Impfung wird auch Reisen wieder erleichtern.

Risiken der Impfung

  • Nach Astra-Zeneca tritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:250.000 eine allergische Reaktion der Blutplättchen auf, die einen Verschluss einer Hirnvene mit sich bringen kann (Sinusvenenthrombose). Das kann man in der Regel gut behandeln. Weil die Komplikation fast nur bei Frauen bis 55 Jahren auftritt, rät man in der Regel Personen dieser Risikogruppe von einer Impfung mit Astra-Zeneca ab.
  • Biontech: Es gibt Allergien gegen den Trägerstoff (Polyethylenglykol) mit einer Wahrscheinlichkeit  von 0,4 – 1,1 pro Million. Dies kann man gut behandeln, Todesfälle sind bei über 100 Millionen Impfungen nicht bekannt geworden. 
  • Keine Impfung kann Krebs auslösen, das Erbgut schädigen oder nachfolgende Generationen.
  • Deshalb können auch Schwangere geimpft werden und sobald eine Zulassung für diese Gruppe besteht, wird ihnen die Impfung angeboten werden.

Impfreaktion

  • Nach einigen Stunden bis einem Tag nach der Impfung Muskelschmerzen an der Injektionsstelle
  • Abgeschlagenheit
  • Knochen- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Fiebergefühl
  • Schüttelfrost
  • Fieber

Alles harmlose Erscheinungen, die von alleine rückläufig sind. Leichte Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen reichen normalerweise aus. 

Wer impft?

  • Impfzentren werden von den Bundesländern eingerichtet. Hier arbeiten angestellte Menschen mit hohem Engagement. Ärztinnen und Ärzte, die in Praxis, Klinik oder anderen Einrichtungen arbeiten, nutzen ihre Freizeit, um zu impfen.
  • Arztpraxen impfen normalerweise außerhalb der Praxiszeiten, also abends, nachts, an den Wochenenden oder es werden Extrasprechstunden eingerichtet. Auch die Medizinischen Fachangestellten machen Überstunden.

Terminvergabe

  • Unsere Telefonleitungen sind chronisch überlastet und deshalb
  • können Sie sich nur online anmelden unter 

www.frauenarztzentrum-hagen.de

  • Wenn Sie einen Behandlungstermin haben, werden Sie von der Ärztin/Arzt persönlich angesprochen und können evtl. einen Termin vereinbaren. 

Wie viel verdienen die Ärztinnen/Ärzte?

Pro Impfung bekommt die Praxis 20,-€, das deckt so eben die Kosten.

Warum impfen nicht alle Arztpraxen?

Die bürokratischen Anforderungen sind exzessiv und können nur als Schikane bezeichnet werden. Der organisatorische Aufwand ist so hoch, dass viele Praxen davon überfordert sind (die Ärzte impfen oft in den Impfzentren). Wenn Sie in Ihrer Praxis geimpft werden, sehen Sie das bitte als persönliches Engagement des gesamten Teams an.