4. Mai 2021

Wichtige Informationen zu Corona und der Corona-Impfung! Bitte lesen Sie diese vor dem Impftermin dringend durch!

Corona-Informationen

Was ist Corona, wie wird die Erkrankung weitergegeben, welche Symptome treten auf?

Corona ist eine Virusinfektion. Viren benötigen einen „Wirt“ um sich zu vermehren.

Nach der Infektion sind die Betroffenen einige Tage symptomfrei, können aber nach kurzer Zeit schon andere Menschen infizieren (Inkubationszeit in der Regel 3-7 Tage).  Hauptsächlich werden Viren über Tröpfchen der Atemluft weitergegeben (Aerosole). 

Das Corona-Virus mit seinen verschiedenen Unterarten (Mutationen) befällt beim Menschen vor allem die innere Auskleidung von Organen (Endothel). Hauptsächlich kommt es zu einer Infektion der Atemwege (Bronchien), es können aber auch alle anderen Organe betroffen sein.

Weniger als die Hälfte der Patienten haben gar keine Krankheitszeichen. Die meisten haben grippale Symptome mit Husten, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber, Schüttelfrost, Atemnot. Dies kann so schwer werden, dass etwa 5 % der Erkrankten stationär aufgenommen werden müssen und Sauerstoff benötigen. Von diesen muss ein erheblicher Teil beatmet werden – eine dramatische Situation. Die Patienten müssen alle 8 Stunden vom Rücken auf den Bauch gelagert werden, meistens ist eine Dialyse notwendig. Die Mehrzahl überlebt dank der in Deutschland sehr guten Intensivmedizin, viele sterben (die Zahlen kennen Sie aus der Presse).  Viele, auch Nicht-Intensiv-Pflichtige bekommen auch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Welche Erkrankungen stellen eine besondere Gefahr dar?

  • Chronische Atemwegs- und Herz-Erkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Schwere chronische Erkrankungen
  • Diabetes
  • Starkes Übergewicht
  • Lebensalter (Eine 80-jährige Person hat ein um das 600-fache erhöhtes Sterberisiko gegenüber einer 30-jährigen!)
  • Schwangere (haben ein doppelt so hohes Risiko für schwere Verläufe und tragische Erkrankungen, wie Nicht-Schwangere)

Post-Covid-Syndrom

Nach dem eigentlichen Überstehen der Erkrankung leiden ca. 10% !!! unter Dauerfolgen, wie ständiger Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsproblemen und Atemnot, unabhängig vom Lebensalter. Ich persönlich finde es tragisch, wenn eine Person, die für die olympischen Spiele in Japan nominiert war, mir gegenübersitzt und in Ruhe nur mühsam durch die Schutzmaske atmen kann. 

Das Prinzip der Impfung

  • Es werden ausschließlich sog. Totimpfstoffe verwendet.
  • Diese täuschen dem Körper eine Infektion vor, es werden Abwehrstoffe (Antikörper) in weißen Blutkörperchen entwickelt (T-Lymphozyten).
  • Die Antikörper wehren die Infektion ab, indem sie sich gegen den sog. Stachel des Virus (Spike) richten. 
  • Alle Impfstoffe wurden extrem gut untersucht, bevor sie zugelassen wurden.
  • Es gibt Vectorimpfstoffe, die die Information für die Lymphozyten auf einem abgeschwächten Virus transportieren.
  • mRNA-Impfstoffe benötigen kein Virus als Träger.

Wirksamkeit 

  • 2 Wochen nach der Erstimpfung ist man so weit geschützt, dass man an einer Infektion sehr wahrscheinlich nicht sterben muss.
  • Nach 6 (Biontech/Moderna) oder 12 Wochen (Astra-Zeneca) erfolgt die zweite Impfung und nach weiteren 2 Wochen ist man sehr gut geschützt, so dass kein schwerer Verlauf mehr auftreten wird. 
  • Vermutlich muss nach einem Jahr eine Auffrischung erfolgen.
  • Geimpfte können sich infizieren, haben dann aber nur einen sehr leichten oder unmerkbaren Verlauf.
  • Geimpfte können das Virus offenbar ausscheiden, aber nur in so geringer Menge, dass von Ihnen höchstwahrscheinlich keine Gefahr ausgeht.
  • Nach durchgemachter Infektion besteht nur für relativ kurze Zeit Schutz vor einer Neuerkrankung.

Herdenimmunität, Testpflicht

  • Wenn der überwiegende Teil einer Bevölkerung geimpft ist, wird die Krankheit nicht weiter verbreitet und verschwindet. Das wird bei Corona vermutlich nicht der Fall werden, gerade auch auf Grund der hohen internationalen Mobilität. Jeder Ungeimpfte hat ein Risiko, sich zu infizieren!
  • Geimpfte werden negativ Getesteten gleichgestellt werden. Die im Pass dokumentierte Impfung wird auch Reisen wieder erleichtern.

Risiken der Impfung

  • Nach Astra-Zeneca tritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:250.000 eine allergische Reaktion der Blutplättchen auf, die einen Verschluss einer Hirnvene mit sich bringen kann (Sinusvenenthrombose). Das kann man in der Regel gut behandeln. Weil die Komplikation fast nur bei Frauen bis 55 Jahren auftritt, rät man in der Regel Personen dieser Risikogruppe von einer Impfung mit Astra-Zeneca ab.
  • Biontech: Es gibt Allergien gegen den Trägerstoff (Polyethylenglykol) mit einer Wahrscheinlichkeit  von 0,4 – 1,1 pro Million. Dies kann man gut behandeln, Todesfälle sind bei über 100 Millionen Impfungen nicht bekannt geworden. 
  • Keine Impfung kann Krebs auslösen, das Erbgut schädigen oder nachfolgende Generationen.
  • Deshalb können auch Schwangere geimpft werden und sobald eine Zulassung für diese Gruppe besteht, wird ihnen die Impfung angeboten werden.

Impfreaktion

  • Nach einigen Stunden bis einem Tag nach der Impfung Muskelschmerzen an der Injektionsstelle
  • Abgeschlagenheit
  • Knochen- und Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Fiebergefühl
  • Schüttelfrost
  • Fieber

Alles harmlose Erscheinungen, die von alleine rückläufig sind. Leichte Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen reichen normalerweise aus. 

Wer impft?

  • Impfzentren werden von den Bundesländern eingerichtet. Hier arbeiten angestellte Menschen mit hohem Engagement. Ärztinnen und Ärzte, die in Praxis, Klinik oder anderen Einrichtungen arbeiten, nutzen ihre Freizeit, um zu impfen.
  • Arztpraxen impfen normalerweise außerhalb der Praxiszeiten, also abends, nachts, an den Wochenenden oder es werden Extrasprechstunden eingerichtet. Auch die Medizinischen Fachangestellten machen Überstunden.

Terminvergabe

  • Unsere Telefonleitungen sind chronisch überlastet und deshalb
  • können Sie sich nur online anmelden unter 

www.frauenarztzentrum-hagen.de

  • Wenn Sie einen Behandlungstermin haben, werden Sie von der Ärztin/Arzt persönlich angesprochen und können evtl. einen Termin vereinbaren. 

Wie viel verdienen die Ärztinnen/Ärzte?

Pro Impfung bekommt die Praxis 20,-€, das deckt so eben die Kosten.

Warum impfen nicht alle Arztpraxen?

Die bürokratischen Anforderungen sind exzessiv und können nur als Schikane bezeichnet werden. Der organisatorische Aufwand ist so hoch, dass viele Praxen davon überfordert sind (die Ärzte impfen oft in den Impfzentren). Wenn Sie in Ihrer Praxis geimpft werden, sehen Sie das bitte als persönliches Engagement des gesamten Teams an. 

26. April 2021

Online-Terminvergabe für die Corona-Impfung in unserer Praxis freigeschaltet

Sehr geehrte Patientinnen, 

seit dem 7.4.2021 impfen auch wir in unserer Praxis gegen Corona. Dies stellt unser Team vor erhebliche Herausforderungen, die nur mit hohem persönlichen Einsatz zu leisten sind. 

Ab sofort können Sie über den unten stehenden Button online Termine für die Corona-Impfung buchen.

Bitte beachten Sie bei der Buchung unbedingt:

– Zurzeit können folgende Personen in unserer Praxis geimpft werden:

1. Patientinnen unserer Praxis, die unter einer der folgenden chronischen Erkrankungen leiden:
– Bösartige Erkrankung der Brust
– Bösartige Erkrankung des Unterleibs
– Eine andere schwere oder chronische Erkrankung

2. Patientinnen unserer Praxis, die einer priorisierten Berufsgruppe angehören

3. Patientinnen unserer Praxis, die älter als 55 Jahre alt sind

4. Kontaktpersonen von Schwangeren, die in unserer Praxis betreut werden (jede Schwangere kann 2 enge Kontaktpersonen benennen)

– Bei der Terminvereinbarung erfolgt automatisch zusätzlich die Vergabe des Zweit-Termins für die Folge-Impfung (bei Biontech Zweit-Impfung nach 6 Wochen)

– Bitte bringen Sie zum Impftermin Ihren Impfausweis mit. Andernfalls wird ein neuer Impfausweis in unserer Praxis ausgestellt.

– Impfungen finden ausschließlich in der Hauptstelle Elberfelderstr. 49, 58095 Hagen statt.

– Aus Kapazitätsgründen können Impftermine nur Online gebucht werden und keine telefonischen Auskünfte gegeben werden.

– Wir erhalten wöchentlich eine kurzfristige Information zu der verfügbaren Impfstoffmenge und stellen demzurfolge sehr kurzfristig entsprechende Termine online zur Verfügung. Bitte prüfen Sie regelmäßig das Terminangebot.

Diese Informationen und Hinweise werden ständig aktualisiert, sobald sich Änderungen ergeben.

 

Hier gelangen Sie zur Online-Terminbuchung:

Terminland.de - Termin jetzt online buchen

Ihre

Dr. Thomas Göpfrich, Dr. Yvonne Wolny und Kolleginnen

21. März 2021

Informationen zur Corona-Impfung

Sehr geehrte Patientinnen,

die Impfskepsis in der Gesellschaft und sogar bei medizinischen Berufsgruppen ist uns in den letzten Wochen oftmals zugetragen worden, insbesondere neuerdings auch verstärkt durch die Sorgen bezüglich der einzeln aufgetretenen Fälle einer Sinusvenenthrombose.

In der letzten Woche hat bereits fast unser gesamtes Praxisteam die Chance zur Impfung mit AstraZeneca genutzt, um sich vorrangig vor einem schweren Covid19-Verlauf zu schützen. Alle Mitarbeiter/-innen können von einer insgesamt sehr guten Verträglichkeit mit relativ geringen Begleiterscheinungen durch die normale Immunreaktion berichten. Es kam lediglich bei wenigen zu Abgeschlagenheit, Muskel- oder Gelenkschmerzen und in Einzelfällen zu leichtem Fieber mit Schüttelforst, und das nicht über 24 Stunden hinaus. Der Großteil hatte kaum Symptome.

Unser Praxisteam möchte sich in Ihrem Sinne auch kurzfristig an der Impfkampagne beteiligen. Sobald uns Impfdosen zur Verfügung gestellt werden, möchten wir auch Sie schnellstmöglich gegen das Coronavirus effektiv schützen!

Um einige Sorgen und Zweifel aufgreifen zu können, hat Herr Dr. Göpfrich bereits am 6.3.2021 einen Leserbrief an die Westfalenpost verfasst, den wir Ihnen hier gern zur Verfügung stellen möchten:

 

„Impfungen verursachen keinen Krebs und schädigen das Erbgut nicht“

Die Corona-Impfung, wie auch alle anderen Impfungen verändern das Erbgut nicht. Was hat es denn nun mit der mRNA auf sich? Unser Erbgut besteht aus DNA. Um Befehle an den Körper weiterzugeben, werden Botenstoffe benutzt, die m(messenger)RNA. RNA ist kein Erbgut. Solche Informationsstrategien benutzen auch Viren, um uns krank zu machen.

Impfungen benutzen Botenstoffe in unterschiedlicher Art, die neuen, mRNA-basierten tun dies ohne die komplizierten Umwege der bisherigen Substanzen. Die mRNA wirkt auf langlebige weiße Blutkörperchen mit einem sehr guten Gedächtnis (T-Lymphozyten), die Abwehrstoffe bilden, hier also Substanzen (Antikörper), die die Corona-Viren abwehren. 

Die Corona-Impfstoffe wurden außerordentlich gründlich und korrekt getestet und alle Testserien wurden sogar mit mehr Personen als üblich, über den normalen Zeitraum durchgeführt. Langwierig sind sonst immer Auswertung und Zulassung. Hier wurde anstatt wie üblich 38,5 Stunden pro Woche mit einer Normalbesetzung mit allen verfügbaren wissenschaftlichen Mitarbeitern rund um die Uhr an 7 Tagen pro Woche ohne Pause gearbeitet. Nur das hat das Verfahren beschleunigt. 

Das Erbgut kann nicht verändert werden, die Fruchtbarkeit wird nicht beeinflusst. Sobald ich an der Reihe bin, lasse ich mich impfen. Meine Frau, meine Kinder, meine Mitarbeiterinnen ebenso alle Patientinnen die das gerne möchten, werde ich impfen, sobald wir Ärzte in der Praxis dies können. Wenn ich die geringsten Bedenken von Langzeitschäden hätte, würde ich nicht so vorgehen. 

16. Februar 2021

Corona Schnelltests / – Impfungen

Sehr geehrte Patientinnen,

KITA-Mitarbeiterinnen und Lehrerinnen können zwei mal wöchentlich Corona-Schnelltests in unserer Praxis ohne Vorabanmeldung durchführen lassen. Das Ergebnis wird Ihnen schriftlich bescheinigt.

Impfung: Sobald der Impfstoff verfügbar ist, werden wir uns an der Impfkampagne beteiligen. Weitere Informationen werden Sie dann ebenfalls hier finden.

 

Ihr Praxisteam

26. September 2020

Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft

Die Keuchhusten-Infektion ist erschreckenderweise die häufigste Todesursache aller kleinen Kinder im ersten Lebensjahr. 

Aus diesem Grund hat die ständige Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland (STIKO) die Empfehlung gegeben, dass alle Schwangeren ca. 10 Wochen vor der Entbindung dagegen geimpft werden sollen. Ganz unabhängig davon wie lange die letzte Impfung her ist.

Es gibt nur Kombinationsimpfstoffe gegen Keuchhusten. Wir verwenden: Pertussis (Keuchhusten), Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung).

Die Empfehlung der STIKO ist außerordentlich sinnvoll und wir raten dazu. 

Risiken für das Ungeborene bestehen nicht, der zu erwartende Schutz ist hoch.

Das Risiko für die Schwangere ist eine sehr seltene Unverträglichkeit, die sich in Schmerzen an der Einstichstelle bemerkbar machen kann. Allergische Reaktionen sind theoretisch denkbar, aber extrem selten.

Wir werden Sie im Falle einer Schwangerschaft zu gegebener Zeit rechtzeitig darum bitten Ihren Impfausweis mitzubringen. Falls nicht vorhanden, haben wir neue Impfausweise.

 

Ihr Praxisteam

24. Februar 2019

Neuer Bluttest für Brustkrebs

Am 21.2.2019 stellte der Heidelberger Professor Dr. Christof Sohn in der Bildzeitung einen neuen Bluttest zur Erkennung von Brustkrebs vor.

Hierzu Folgendes:

Jeder Test hat zwei Kriterien, die seine Qualität bestimmen, nämlich ob möglichst alle Kranken erfasst werden und zum anderen, ob bei einem auffälligen Untersuchungsergebnis auch tatsächlich eine Erkrankung vorliegt (wissenschaftlich: Sensitivität und Spezifität).

Nicht einmal die ersten Testreihen zur neuen Untersuchung waren abgeschlossen, auch waren sie gar nicht wissenschaftlich ausgewertet und mit anderen Verfahren verglichen worden.

Laut vorliegender Ergebnisse hat die Untersuchung nur bei 75% der Brustkrebspatientinnen überhaupt angeschlagen. Es ist äußerst fraglich, ob versteckte Erkrankungen erfasst würden. Das spricht eher für einen sehr schlechten Test.

Trotzdem ist Herr Professor Sohn unter Umgehung jeder wissenschaftlicher Qualitätsmerkmale direkt mit sehr großem Aufmerksamkeitsfaktor an die Öffentlichkeit getreten und hat in Aussicht gestellt, dass seine Untersuchung offenbar auch eine Kassenleistung werden könnte.

Für uns Fachleute stellt sich sofort das Gefühl ein, dass hier jemand auf Teufel komm heraus am Ende seiner Berufslaufbahn noch das große Geschäft auf Kosten der Patienten machen will.

Wir werden die Ergebnisse weiter verfolgen und Sie auf dem Laufenden halten. Bis dahin gelten die regelmäßige Untersuchung der Brust, Ultraschall und als Ergänzung die Mammographie als sehr gut untersuchte und verlässliche Methoden.

Ihr Praxisteam

12. Mai 2018

Patienteninformation zum Datenschutz

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns wichtig. Nach der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind wir verpflichtet, Sie darüber zu informieren, zu welchem Zweck unsere Praxis Daten erhebt, speichert oder weiterleitet. Die vollständigen Informationen zu Ihren Rechten in Bezug auf den Datenschutz können Sie unter dem Menüpunkt Datenschutz nachlesen.

Ihre

Dr. med. Yvonne Wolny

Dr. med. Thomas Göpfrich

29. November 2015

Ungefährliche Antibabypillen?

In der aktuellen Diskussion über ein erhöhtes Risiko von Thrombosen, Lungenembolien und Schlaganfällen unter der Einnahme von kombinierten oralen Kontrazeptiva mit Ethinylestradiol (umgangssprachlich Antibabypille) wird der Eindruck erweckt, dies liege am eingesetzten Gelbkörperhormon.

Gefährlich ist aber das in den Pillen enthaltene Ethinylestradiol, also das Östrogen. Es ist nicht sicher nachgewiesen, ob die Auswahl des Gelbkörperhormons dieses Risiko etwas erhöht oder erniedrigt. Viel entscheidender bei der Anwendung von Antibabypillen ist das Erkennen von Risiken. Hierzu zählen insbesondere ein Lebensalter über 35 Jahren, insbesondere in Kombination mit Rauchen, starkes Übergewicht, Herzfehler, angeborene Gerinnungsstörungen, durchgemachte Thrombosen usw. Insbesondere in den ersten drei bis sechs Einnahmemonaten ist das Risiko am höchsten und sinkt danach wieder ab. Ein Pillenwechsel bei längerer Einnahme bringt keine zusätzliche Sicherheit, so lange es ein Präparat mit Ethinylestradiol ist.

Sogenannte Minipillen, verschiedene Spiralen oder in ausgesuchten Fällen auch Dreimonatsspritzen können in den allermeisten Fällen problemlos angewendet werden. Insbesondere bei einem erhöhten individuellen Risiko sollte dies dringend in Erwägung gezogen werden. Bitte lassen Sie sich unbedingt fachärztlich beraten, denn eine Eigendiagnose führt häufig nicht weiter, sondern erhöht das individuelle Risiko vielleicht sogar.

1. Juli 2015

HPV-Test: Ein Irrweg

Weil immer wieder nach dem Sinn der Untersuchung gefragt wird, finden Sie folgende Information, die den aktuellen durch die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe festgestellten Stand widergibt:
Gebärmutterhalskrebs wird in der Regel durch Humane Papillom Viren hervorgerufen. Circa 114 verschiedene Arten sind bekannt, 7 davon können Krebs an Gebärmutterhals, Scheide und Scheideneingang auslösen. Etwa 95 % der durch Geschlechtsverkehr hervorgerufenen Infektionen durch das Virus kann der Körper inaktivieren.

Falls das Virus dauerhaft aktiv ist, entsteht nicht direkt eine bösartige Erkrankung. Zunächst entwickeln sich verschieden risikobehaftete Vorstufen. Anschließend treten Frühestformen, dann verschieden gefährliche Stufen von Krebs auf. Kommerzielle HPV-Tests (derzeit lediglich als reine Privatleistung verfügbar, sog. IGeL) erfassen die beiden häufigsten der 7 gefährlichen Virusarten. Wenn ein Virus nachweisbar ist, wird es mit 95%iger Wahrscheinlichkeit vom Körper inaktiviert werden. Es sollte eine zytologische Untersuchung erfolgen (Pap-Abstrich), um festzustellen, ob das Virus gefährlich wird oder nicht. Wird das Virus nicht nachgewiesen, kann überhaupt keine Entwarnung gegeben werden! Es können ja nur 2 der 7 gefährlichen Virusarten erfasst werden. Bei jedem Test bestehen auch Fehlermöglichkeiten, so dass zum Beispiel eine geringe Viruslast nicht feststellbar ist. Wenn heute keine Infektion besteht, kann sie bereits mit dem nächsten Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Der regelmäßige Pap-Abstrich ist extrem zuverlässig. Die wiederholte Untersuchung im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung (mindestens einmal jährlich) erfasst mit fast 100%iger Sicherheit rechtzeitig Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, die mit einem kleinen operativen Eingriff (Konisation) entfernt werden können.
Unsere Ergebnisse bestätigen die wissenschaftlichen Untersuchungen: In knapp 20 Jahren Praxistätigkeit wurden bei regelmäßig durchgeführten Untersuchungen stets ausschließlich Krebsvorstufen gefunden, bis auf eine Patientin, die eine einfach therapierbare Frühestform von Krebs hatte. Fortgeschrittene Erkrankungen fanden wir nur bei Frauen, die mehr als 3 Jahre keinen Pap-Abstrich durchführen ließen. Bei wiederholt auffälligen Abstrichen kann in seltenen Fällen die HPV-Testung einen Hinweis auf die etwas frühere oder spätere operative Therapie erbringen.
Zusammengefasst ist der regelmäßige Pap-Abstrich im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung die seit Jahrzehnten untersuchte, zuverlässige Untersuchung der Wahl. Der HPV-Test verunsichert oder wiegt oft in falscher Sicherheit.

1. April 2015

Pille danach frei verkäuflich

Die Pille danach (Ellaone) ist frei verkäuflich. Der Gesetzgeber verspricht sich hiervon mehr Sicherheit für Frauen, die eine Notfallverhütung benötigen. Die Pille danach kann allerdings lediglich den Eisprung verschieben. Wenn er bereits eingesetzt hat, kann die „Ellaone“ nicht mehr wirken. Dies ist vielen Frauen nicht bekannt und wir mussten durch dieses Mißverständnis bereits einige Schwangerschaften feststellen.
Lassen Sie sich gerne von uns zum Thema Verhütung beraten, am besten im Voraus und frühestmöglich. Auch wenn Sie eine Notfallverhütung danach benötigen, werden Sie von uns nicht abgewiesen oder unfreundlich behandelt.